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Artensterben in Europa deutlich stärker - schlimmer als vermutet

taz 9.11.2023  https://taz.de/Neue-Studie-zum-Artensterben/!5968590/

Eine neue Studie schlägt Alarm: Mehr als doppelt so viele Tier- und Pflanzenarten als bekannt sind bedroht.

Je genauer die Wissenschaft hinschaut, desto schlimmer wird die Lage: Anstatt der weltweit etwa eine Million Arten, die vom Aussterben bedroht sind, sind es wohl eher zwei Millionen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie um Axel Hochkirch, Kurator für Ökologie am Nationalmuseum für Naturgeschichte in Luxemburg. Sie ist am Mittwoch in der renommierten Zeitschrift Plos One veröffentlicht worden.

→ Faktencheck Artenvielfalt | Living Planet Index

weiter im Text https://taz.de/Neue-Studie-zum-Artensterben/!5968590/

Kommentar Forschung & Lehre https://www.forschung-und-lehre.de/forschung/hat-deutschland-das-artenschutzabkommen-verletzt-6028 

Originalartikel in PLOS ONE: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371%2Fjournal.pone.0293083

Dramatik des Insektensterbens:"Die Zahl der Insekten in Deutschland ist nicht nur zurückgegangen, sie ist regelrecht eingebrochen: Dreiviertel aller Fluginsekten ist im Verlauf von nicht einmal dreißig Jahren verschwunden, so dass schockierende Ergebnis einer der relevantesten Studien zum Thema."https://www.ardalpha.de/wissen/natur/tiere/artenschutz/rote-liste/insekten-insektensterben-insektenschwund-bienen-schmetterlinge-grillen-kaefer-100.html

Dramatik des Waldsterbens in NRW: Waldzustandsbericht NRW 2023"Negativer Trend setzt sich fort:Nur ein Viertel der Bäume, also 25 Prozent, weist keinen Verlust von Nadeln oder Blättern auf (Vorjahr: 28 Prozent). 36 Prozent (34 Prozent in 2022) der Bäume weisen in diesem Jahr mittlere und 39 Prozent (38 Prozent in 2022) sogar starke Verluste von Nadeln und Blättern auf. Eine weitere Verschlechterung von Vitalitätswerten der Bäume ist seit dem Beginn der Erhebung im Jahr 1984 festzustellen. Vor allem seit dem Jahr 2018 setzen Wetterextreme den Bäumen zu.

Problematik nächtliche Lichtverschmützung - Schwerpunktartikel der Initiative: https://initiative-lippemuendungsraum.de/index.php/bedrohungen/lichtverschmutzung

 

Problematik des Artensterbens - Buchempfehlung für alle Entscheider*innen / Politiker*innen

Schwerpunktartikel der Initiative: 

Bedrohlicher als der Klimawandel -

Das Verschwinden der Arten ist die Krise des Jahrhunderts

https://initiative-lippemuendungsraum.de/index.php/aktuelles/74-artensterben-die-ignorierte-megakrise-die-wahre-herausforderung-dieses-jahrhunderts-buchempfehlung-fuer-alle-entscheider-politiker-innen

 

 

Updates

10. November 2023 INFO NABU - Das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur

hat die nächste Hürde genommen: Die Trilogverhandlung endet mit einer Einigung. → https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/naturschutz/europa/33254.html

10. November 2023 - Das Ruhrparlament hat den neuen Regionalplan Ruhr (inkl Kreis Wesel) beschlossen: unter anderem plant es eine deutliche Ausweitung der Naturflächenvernichtung durch Ausweitung der Auskiesungsflächen - weitere Infomationen unter:

→  https://www.nrz.de/staedte/kreis-wesel/kiesabbau-im-kreis-wesel-regionalplan-nimmt-erste-huerde-id239823113.html

Regionalplan Ruhr: So ist der Stand im Streit um Kiesabbauflächen: 932 zusätzliche Hektar sind im Regionalplan als Kiespotenzialflächen ausgezeichnet.Das macht sie nicht sofort zu konkreten Abbaugebieten, aber allein die Möglichkeit, dass sie es werden könnten, bringt die betroffenen Kommunen, Teile der Bevölkerung und den Kreis Wesel selbst auf die Barrikaden. Sie argumentieren unter anderem, dass die bereits ausgewiesenen Flächen noch ausreichend Kies und Sand für die kommenden zwei Jahrzehnte vorhalten. Das ist exakt der Horizont, den der Landesentwicklungsplan momentan als Versorgungszeitraum vorgibt.

Außerdem verweisen sie auf die Landesregierung, die sich in ihrem Koalitionsvertrag einen nachhaltigeren Umgang mit nicht nachwachsenden Rohstoffen auferlegt hat. Dafür muss sie den Landesentwicklungsplan ändern. Das wird aber noch dauern, weshalb die Kommunen und der Kreis Wesel gefordert hatten, den Kieskomplex aus dem Regionalplan zu lösen und in einen Teilplan auszugliedern, zumindest solange das Land an einem neuen Landesentwicklungsplan strickt.

→ Kies- und Sand Abbau in der Lippeaue (initiative-lippemuendungsraum.de) https://www.initiative-lippemuendungsraum.de/index.php/bedrohungen/flaechenverbrauch-und-versiegelung?start=3

https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-umstrittener-regionalplan-ruhr-beschlossen-100.html

https://www.rvr.ruhr/news/startseite-news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=70907&cHash=f134c549814809fbee063e0b1893ddf3

https://www.rvr.ruhr/themen/staatliche-regionalplanung/

https://www.rvr.ruhr/themen/regionalentwicklung/

https://www.giscloud.nrw.de/arcgis/apps/PublicInformation/index.html?appid=68842b4474384e07972e838b64b84e9c

→ zum Landesentwicklungsplan NRW  https://landesplanung.nrw.de/landesentwicklungsplan-nrw | https://landesplanung.nrw.de/regionalplanung  

 

 

 

 

Betuwe Ausbau - Schädigung der Natur - Baumverluste

Ausbau der Betuwe - Linie im Lippemündungsraum - Winter 2022/2023

Schädigung der Natur

eine Dokumentation in Bildern

         

 

 

Die am 5.1.2023 gefällten stattlichen Robinien dürften bei einem Stammdurchmesser von ~ 80cm etwa 100 Jahre alt gewesen sein, sie hätten noch gut 50 - mit Glück 200 Jahre Schatten spenden können. Die Robinie wurde 2020 zum Baum des Jahres gewählt, auch weil sie besonders klimaresistent ist: https://baum-des-jahres.de/baeume-seit-1989/ | https://baum-des-jahres.ternum-dev.de/wp-content/uploads/2021/02/2020_Robinie.pdf: "Mit Blick auf die fortschreitende Klimaerwärmung könnte die Robinie nun nach über 200 Jahren erneut zum Hoffnungsträger werden. Ist sie doch erstaunlich hitze- und trockenheitstolerant,wächst ungewöhnlich schnell und ihr Holz ist Spitzenreiter unter den heimischen Hölzern, was Langlebigkeit und Energiegehalt betrifft." 

                              

                                        der Lagerplatz - eine temporäre Baustelle mit permanentem Schaden....     so grün war der Platz vorher

weitergehende Informationen zum Betuwe Ausbau

→  https://initiative-lippemuendungsraum.de/index.php/aktuelles/84-betuwe-planfeststellungsbeschluss-vom-eisenbahnbundesamt-ausgestellt

weitergehende Informationen zum Naturschutz bei der Deutschen Bahn - DB - das ist grün

https://nachhaltigkeit.deutschebahn.com/de/gruene-transformation/naturschutz

"Wälder und Wiesen vertrocknen, Insekten verschwinden, Tiere und Pflanzen sterben aus. Die Artenvielfalt hat in den vergangenen Jahren enorm eingebüßt. Unser Ökosystem leidet. Bei der Deutschen Bahn liegt uns viel daran, dem entgegenzuwirken....  Einige Pflanzen- und Tierarten finden gerade an unseren Bahnanlagen ideale Lebensbedingungen vor. Ihnen fühlen wir uns als Deutsche Bahn verpflichtet. Denn biologische Vielfalt ist ein schützenswertes Gut. Mit der Grünen Transformation arbeiten wir darum auch an nachhaltigen Lösungen für ein vielfältiges Ökosystem. Wir setzen uns ganz gezielt für die Vielfalt und den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten ein.... Bei Arbeiten an den Bahnanlagen achten wir sorgfältig darauf, dass die Tiere und Pflanzen nicht verletzt werden."

 

 


 

Betuwe Ausbau Lippemündungsraum

Rodungen 2023

 

 

 

Dezember 2023

weitere große, alte Bäume auch im durch Amphibienschutzzaun abgetrennten Grünstreifen, in der Lippe(-Uferzone) sowie neben der Einfahrt zur Baustelle wurden gefällt

     

 

 


die grünen Blätter fallen... / die Bäume werden gefällt...

Frühjahr 2025

Lippemündungsraum kurz vor dem Wesel - Datteln - Kanal.

Die Rodungen gehen weiter; das neue dritte Gleis liegt auf der anderen Seite des Bahndamms...

 

three shades of (green) washing

 

 

 

 

 

 

Die Unterbrechung eines der wichtigsten Biotopkorridore in NRW

Die Unterbrechung eines der wichtigsten Biotop-Korridore in NRW

Das Abtrennen des Lippemündungsraums von der renaturierten Lippe unterbricht gleichzeitig die Biotopverbundschnittstelle Naturschutzgebiet/Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein <> Naturschutzgebiet Lippeaue.

da, wo jetzt Schotter, Sand und Plastikplanen liegen, floss bis vor kurzem die Lippe, an Land standen noch zahlreiche, teils große alte Bäume, war noch grünes Biotop

Die einzige Landverbindung zwischen der Lippeaue und dem Lippemündungsraum bestand bis vor kurzem aus dem Uferbereich der renatuierten Lippe. Hier bestand die einzige direkte Möglichkeit für Landtiere, zwischen den Lippeauen (NSG) und den Rheinauen (VSG/NSG) durch den Lippemündungsraum zu wandern.

so sah es noch 2022 aus... Quelle Regionalverband Ruhr - Luftbilder https://luftbilder.geoportal.ruhr/?#2050@6.63406/51.64376r0@EPSG:25832

noch deutlicher die Luftbilder  von Hans Blossey / Euroluftbild 2021&2022 https://www.luftbildsuche.de/search.php?text=wesel+lippe&total=285&page=1&d=1

Diese Möglichkeit wurde den Tieren Mitte Juli 2024 durch das Zuschütten des Uferbereiches bis in die Mitte der Lippe genommen.

Inwiefern zusätzlich das Wandern von Fischen und schwimmenden Tieren (z.B. Otter) auch durch die rege Bautätigkeit be-/verhindert wird, läßt sich nur vermuten. Auch die Vergrämung von (Menschen- und Lärm-) scheuen Vögeln muß angenommen werden.

Dieser für den Natur- und Artenschutz katastrophale Zustand sollte schnellstmöglich durch Wiederherstellen des Biotopverbundes beendet werden. Es bietet sich der Bau einer großzügigen begrünten Uferregion unter der Eisenbahn (Betuwe) Brücke und der Bundesstraßen (B8) Brücke an. Eine zusätzliche Grünbrücke über die Betuwe-Linie /Bundesstraße 8 wäre hilfreich.

Nachforschungen zu den Bauvorhaben ergaben eine sich in den nächsten Monaten (Jahren?) ausweitende Bautätigkeit an allen drei Lippe-Brücken (Betuwe & B8), die letztendlich zu einer insgesamt breiteren Passage für Lippe und Lippeuferregion führen soll.  Das gibt Grund für Annahme von Mehrbelastungen in naher und für Hoffnung auf Besserung in ferner Zukunft.

auch weiter abstromwärts Einengung der Lippe und Überbauung der Uferzone

*

Auf Nachfrage hat der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft / des Lippeverbandes folgende Stellungnahme zu der Situation abgegeben:

„Als Lippeverband werden wir uns selbstverständlich immer für den Schutz der neuen Auenlandschaft an der Mündung und den Biotopverbund im gesamten Fluss einsetzen und als Träger öffentlicher Belange entsprechende Stellungnahmen im Rahmen der jeweiligen Verfahren abgeben.“

Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes

www.eglv.de

*

 


Weiterführende Informationen

→ Wildbrücken und Tierquerungshilfen

https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2021/01/warum-es-keine-ausreden-fuer-den-bau-von-wildbruecken-gibt

https://www.bund.net/lebensraeume/zerschneidung/wiedervernetzung/

https://blog.wwf.de/gruenbruecken-schuetzen-wildtiere/

https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnbr%C3%BCcke

https://www.bfn.de/publikationen/bfn-schriften/bfn-schriften-522-gruenbruecken-faunatunnel-und-tierdurchlaesse

https://schleswig-holstein.nabu.de/politik-und-umwelt/verbandsbeteiligung/fakten-hintergruende/21663.html

https://www.nabu-akademie.de/berichte/00ecoduct.htm

https://bfn.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/docId/236

 

→  Betuwe - 3 gleisiger Ausbau der Bahnlinie Oberhausen Emmerich (Betuwe)

 

Natur in Gefahr - Hafenerweiterung Wesel zerstört wertvolle Aue - NABU Naturspiegel 3 2024

aus : NABU Naturspiegel Ausgabe 3 2024

Der NATURSPIEGEL, die Mitgliederzeitschrift des NABU Krefeld/Viersen e.V

https://nabu-krefeld-viersen.de/naturspiegel | https://nabu-krefeld-viersen.de/fileadmin/user_upload/PDF/Naturspiegel/Naturspiegel_3_2024_web.pdf

Natur in Gefahr
Hafenerweiterung Wesel
zerstört wertvolle Aue...

Lebensraum von
geschützten Tier- und
Pflanzenarten ist stark
bedroht. Anwohner und
Bündnis „Rhein Lippe
Aue bleibt!“ klagen
dagegen.

"Eine ökologisch wertvolle Auenlandschaft soll dem Ausbau des „Rhein-Lippe-Hafen-Süd“ auf Weseler Stadtgebiet geopfert werden. Auf 27 Hektar, gut 40 Fußballfelder groß, soll alles plattgemacht werden. Uralte und Hunderte Meter lange Wildstrauchhecken bleiben dabei auf der Strecke.
Eine struktur- und artenreiche Hartholzaue soll den flächenfressenden, überdimensionierten Industriehallen der Logistikunternehmen weichen. Selbst auf planungsrelevante Arten wie dem Steinkauz wird keine Rücksicht genommen. Zwar ist das Areal als potentieller Industrie-Standort seit gut 50 Jahren vorgesehen, doch niemand konnte damals diesen rasant fortschreitenden Klimawandel mit all seinen Konsequenzen auf dem Plan haben. Bekanntermaßen entwickeln Politik und Behörden aber nur ungern Eigeninitiative beim Umdenken, wenn es gegen wirtschaftliche Interessen geht.
Kaum jemand fragt sich, in welchem Ausmaß die Kathedralen der Unvernunft den Klimawandel zusätzlich vorantreiben und die Biodiversität nachhaltig schädigt. Man fragt sich, warum hier nicht längst auch Hubert Kück, Kreisvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen, dort etwas zur Rettung des Naturjuwels erreicht hat. Schließlich hat er an exponierter Stelle seit Jahren einen Job als Aufsichtsratsvorsitzender von Delta Port. Das Versprechen von vielen neuen Arbeitsplätzen vernebelt schon fast traditionell die Abwägungsprozesse der meisten Entscheidungsträger. Zudem entsprechen sie fast nie den Ankündigungen der  Unternehmen. Geplante ökologische Ausgleichsmaßnahmen sind alle wirkungslos, weil die Ökosystemleistungen, die dort jetzt erbracht werden, frühestens in Jahrzehnten, wenn überhaupt, wieder ausgeglichen werden könnten. Zeit, die niemand hat, weil zwischenzeitlich der Klimawandel den Naturgesetzen folgend weiter voranschreitet. Die geplante Hafenerweiterung ist extrem naturfeindlich, regional überflüssig und nicht zeitgemäß.

Retentionsraum wird vernichtet

Neben den potentiellen neuen Unternehmen ist sowohl der Kreis Wesel mit über 60 Prozent beteiligt an der Hafengesellschaft Delta Port als auch die Stadt Wesel, wegen lukrativen Steuereinnahmen stark an der Realisierung der Hafenerweiterung interessiert. Da nimmt man auch in Kauf, dass das Areal sogar noch einige Meter aufgeschüttet werden muss. Aberhunderte LKW-Ladungen Erdmaterial müssen mitunter über weite Strecken ins Gebiet transportiert werden. Dieses Vorhaben allein ist schon unverantwortlich, weil das Auegebiet dort unbedingt als Hochwasser-Retentionsraum erhalten werden sollte. Der Rhein fließt in unmittelbarer Nähe und wird sich durch den Klimawandel zukünftig immer unberechenbarer über die Ufer ergießen. Überflutungsflächen werden unbedingt benötigt. Das Auengebiet am Delta Port Hafen muss auch als Überflutungsraum erhalten bleiben.

Mehr schädliche Treibhausgas-Emissionen


Die Geschäftsführung von Delta Port sowie einige Kreis- und Lokalpolitiker haben jahrelang damit geworben, dass das bisher erstellte Logistikzentrum am Lippemündungsraum beispielhaft umweltschonend und effizient betrieben würde. Die Trimodalität für den Güterumschlag sollte Vorbild sein. Der eng verzahnte Einsatz von drei Transportwegen: Straße, Wasser und Schiene seien Garant dafür, so die Aussagen der Befürworter. Der NABU-Kreisverband Wesel glaubt, dass von vornherein mit falschen Karten gespielt wurde. Es wird auch mittelfristig keinen Gleisanschluss geben. Zudem wird der Rhein als Transportweg wegen der stark schwankenden Wasserstände immer unkalkulierbarer – natürlich bedingt durch den von uns Menschen weiter forcierten Klimawandel. Fakt ist, dass auch zukünftig fast ausschließlich immer mehr Güter zum und vom Hafengebiet aus mit LKWs transportiert werden. Das bedeutet für den Raum Wesel, dass signifikant mehr schädliche Treibhausgas-Emissionen und Feinstaub in die Luft geblasen werden. Die angekündigte Trimodalität war und ist wahrscheinlich nichts anderes als einkalkulierte Augenwischerei.


Klimaoffensive des Kreises Wesel verpufft


Als lobenswerte Klimaoffensive des Kreises Wesel hat der Kreistag auf Antrag der Grünen am 21. März 2024 beschlossen, den erfolgreichen Heckenwettbewerb auch für 2024 und 2025 fortzusetzen. Beide Jahre sollen jeweils 250.000 Euro für die Anpflanzung und Pflege der Hecken bereitgestellt werden. Es ist ausgezeichnet, vorbildlich, und nachhaltig von Bürgern, die ihre Grundstücke zur Anpflanzung von Wildstrauchhecken bei diesem Wettbewerb zur Verfügung stellen. Das kommt der stark rückgängigen Artenvielfalt zugute. Voraussetzung war und ist die Planung im baulichen Außenbereich mit einer Heckenlänge von mindestens 100 Metern. Leider verpufft die eigentlich beachtenswerte Klimaoffensive des Kreises Wesel durch ambivalentes Verhalten einiger ihrer  Entscheidungsträger. Wer bei der Hafenerweiterung die Zerstörung von einigen hundert Metern alter, ökologisch wertvoller Wildstrauchhecken und einigen imposanten Bäumen in Kauf nimmt, verliert massiv an Glaubwürdigkeit – letztlich, weil wieder einmal auf dem Altar wirtschaftlicher Rendite Weitsichtigkeit verspielt wird. Aber: Fortschreitender Klimawandel bedroht zunehmend auch die Zukunft unserer Kinder.

Bündnis Rhein Lippe
Aue bleibt!

Das Bündnis „Rhein Lippe Aue
bleibt!“ wehrt sich schon lange mit
Demonstrationen und qualifizier-
ter Aufklärungsarbeit um den Erhalt
der Aue, die zur Hafenerweiterung
zerstört werden soll. Auch der
Rechtsweg ist bereits eingeleitet.
Unterstützung ist garantiert durch:
• Anwohnerinnen und Anwohner
• Initiative Schutz des Lippe-
mündungsraums
• Initiative Emmelsum Biotop
retten
• BUND Kreisgruppe Wesel
• NABU Kreisverband Wesel
• ATTAC-Niederrhein
• Parents for Future Wesel
• Fridays for Future Wesel"

 

Text und Fotos: Peter Malzbender


NATURSPIEGEL https://nabu-krefeld-viersen.de/naturspiegel

Ausgabe 3/2024 https://nabu-krefeld-viersen.de/fileadmin/user_upload/PDF/Naturspiegel/Naturspiegel_3_2024_web.pdf

 

 

Synthesebericht des Weltklimarates | Waldzustandsbericht | Bevölkerungswachstum NRW

Synthesebericht zum

Sechsten IPCC-Sachstandsbericht (AR6)

Version vom 20. März 2023

Kommentar Greta Thunberg https://twitter.com/GretaThunberg/status/1638068668431990785?lang=de

"Today, after yesterday's#IPCC report, everything is back to normal – as always. We continue to ignore the climate crisis as if nothing happened. Our societies are still in denial, and those in power go on with their never ending quests to maximise profits.* We cannot afford this."


Hauptaussagen

aus der Zusammenfassung für die politische Entscheidungsfindung (SPM)

Quellen: https://www.de-ipcc.de/media/content/Hauptaussagen_AR6-SYR.pdf  | https://unfccc.int/news/statement-by-simon-stiell-un-climate-change-executive-secretary-on-the-ipcc-s-synthesis-report-of

https://www.de-ipcc.de/     |   https://unfccc.int/

 

Derzeitiger Stand und Entwicklungen

 Verdeutlichende Graphikendes ECMF https://charts.ecmwf.int/

Beobachtete Erwärmung und ihre Ursachen

A.1 Menschliche Aktivitäten haben eindeutig die globale Erwärmung verursacht, vor allem durch die Emission von Treibhausgasen. Dadurch lag die globale Oberflächentemperatur im Zeitraum 2011–2020 um 1,1 °C höher als der Wert von 1850–1900. Die globalen Treibhausgasemissionen haben weiterhin zugenommen, wobei die historischen und gegenwärtigen Beiträge aus nicht-nachhaltiger Energienutzung, Landnutzung und Landnutzungsänderung, nicht-nachhaltigen Lebensstilen sowie Konsum- und Produktionsmustern über Regionen, Länder und Einzelpersonen sowie innerhalb von Ländern ungleich verteilt sind (hohes Vertrauen).

Update 20. April 2023 der COPERNICUS Klimabericht bestätigt für das Jahr 2022 "The latest data show that 2022 was yet another year of extremes for much of Europe. With temperatures reaching 1.4°C above average, Europe had its hottest summer ever recorded – 0.3-0.4°C warmer than 2021.“Such an extreme is better understood when put in the context of the 30-year trend, where European temperatures have increased by more than twice the global average; the highest rate of increase of any continent in the world,” notes Buontempo." https://www.copernicus.eu/de/node/12834

Beobachtete Änderungen und Folgen

A.2 Es haben weitverbreitete und schnelle Veränderungen in der Atmosphäre, im Ozean, in der Kryosphäre und der Biosphäre stattgefunden. Der vom Menschen verursachte Klimawandel wirkt sich bereits auf viele Wetter- und Klimaextreme in allen Regionen der Welt aus. Dies hat zu weitverbreiteten nachteiligen Folgen und damit verbundenen Verlusten und Schäden für Natur und Menschen geführt (hohes Vertrauen). Verwundbare Bevölkerungsgruppen, die historisch am wenigsten zum aktuellen Klimawandel beigetragen haben, sind unverhältnismäßig stark betroffen (hohes Vertrauen).

Gegenwärtiger Anpassungsfortschritt sowie Lücken und Herausforderungen

A.3 Die Planung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen ist in allen Sektoren und Regionen vorangeschritten, mit nachgewiesenen Nutzen und unterschiedlicher Wirksamkeit. Trotz der Fortschritte gibt es Anpassungslücken, die bei den derzeitigen Umsetzungsraten weiterhin zunehmen werden. In einigen Ökosystemen und Regionen wurden harte und weiche Grenzen der Anpassung erreicht. In einigen Sektoren und Regionen findet Fehlanpassung statt. Die derzeitigen globalen Finanzströme für Anpassung sind unzureichend für die Umsetzung von Anpassungsoptionen und schränken diese ein, insbesondere in Entwicklungsländern
(hohes Vertrauen).


Gegenwärtiger Minderungsfortschritt, Lücken und Herausforderungen

A.4 Regelwerke und Gesetze zur Minderung des Klimawandels wurden seit dem AR5 beständig ausgeweitet. Die globalen Treibhausgasemissionen im Jahr 2030, die sich aus den bis Oktober 2021 angekündigten national festgelegten Beiträgen (Nationally Determined Contributions, NDC) ergeben, machen es wahrscheinlich, dass die Erwärmung im Laufe des 21. Jahrhunderts 1,5 °C überschreitet und erschweren die Begrenzung auf unter 2 °C. Es gibt Lücken zwischen den projizierten Emissionen aus umgesetzten Maßnahmen und denen aus den NDC, und die Finanzströme erreichen nicht das Niveau, das nötig wäre, um die Klimaziele in allen
Sektoren und Regionen zu erreichen. (hohes Vertrauen)

Zukünftiger Klimawandel, zukünftige Risiken und langfristige Maßnahmen dazu

Zukünftiger Klimawandel

B.1 Anhaltende Treibhausgasemissionen werden zu einer zunehmenden globalen Erwärmung führen, wobei 1,5 °C in den betrachteten Szenarien und modellierten Pfaden laut bester Schätzung in diesem oder im nächsten Jahrzehnt erreicht wird. Jede noch so kleine Zunahme der globalen Erwärmung wird multiple und gleichzeitig auftretende Gefahren verstärken (hohes Vertrauen). Tiefgreifende, schnelle und anhaltende Minderung der Treibhausgasemissionen würden innerhalb von etwa zwei Jahrzehnten zu einer nachweisbaren Verlangsamung der globalen Erwärmung und darüber hinaus innerhalb weniger Jahre zu nachweisbaren Veränderungen der atmosphärischen Zusammensetzung führen (hohes Vertrauen).

Klimawandelfolgen und klimabedingte Risiken

B.2 Für jedes künftige Erwärmungsniveau werden viele klimabedingte Risiken höher als im Fünften IPCC-Sachstandsbericht (AR5) bewertet, und die projizierten langfristigen Folgen sind bis zu einem Vielfachen höher als derzeit beobachtet (hohes Vertrauen). Die Risiken und die projizierten negativen Folgen sowie die damit verbundenen Verluste und Schäden durch den Klimawandel steigen mit jeder noch so kleinen Zunahme der globalen Erwärmung an (sehr hohes Vertrauen). Klimatische und nicht-klimatische Risiken werden sich zunehmend gegenseitig beeinflussen und zu sich gegenseitig verstärkenden und kaskadenartigen Risiken führen, die komplexer und schwieriger zu beherrschen sind (hohes Vertrauen).

Wahrscheinlichkeit und Risiken unvermeidbarer, unumkehrbarer oder abrupter Veränderungen

B.3 Einige künftige Veränderungen sind unvermeidbar und/oder unumkehrbar, können aber durch eine tiefgreifende, rasche und anhaltende Minderung der globalen Treibhausgasemissionen begrenzt werden. Die Wahrscheinlichkeit abrupter und/oder irreversibler Veränderungen steigt mit höheren globalen Erwärmungsniveaus. Ebenso steigt mit höheren globalen Erwärmungsniveaus die Wahrscheinlichkeit von Effekten mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, aber potenziell sehr großen nachteiligen Folgen. (hohes Vertrauen)

Anpassungsoptionen und ihre Grenzen in einer wärmeren Welt

B.4 Anpassungsoptionen, die heute machbar und wirksam sind, werden mit zunehmender globaler Erwärmung eingeschränkt und weniger wirksam sein. Mit zunehmender globaler Erwärmung werden Verluste und Schäden zunehmen, und weitere menschliche und natürliche Systeme werden an Anpassungsgrenzen stoßen. Fehlanpassung kann durch flexible, sektorübergreifende, inklusive, langfristige Planung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen vermieden werden, wobei es positive Nebeneffekte für viele Sektoren und Systeme gibt. (hohes Vertrauen)

Kohlenstoffbudgets und netto Null Emissionen

B.5 Die Begrenzung der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung erfordert netto Null CO2-Emissionen. Die kumulierten Kohlenstoffemissionen bis zum Erreichen von netto Null CO2-Emissionen sowie das Ausmaß der Treibhausgasemissionsminderungen in diesem Jahrzehnt bestimmen weitgehend, ob die Erwärmung auf 1,5 °C oder 2 °C begrenzt werden kann (hohes Vertrauen). Die projizierten CO2-Emissionen aus der bestehenden Infrastruktur für fossile Brennstoffe ohne zusätzliche Vermeidungsmaßnahmen würden das verbleibende Kohlenstoffbudget für 1,5 °C (50 %) überschreiten (hohes Vertrauen).

Minderungspfade

B.6 Alle globalen modellierten Pfade, die die Erwärmung ohne oder mit begrenzter Überschreitung auf 1,5 °C (>50 %) begrenzen, und diejenigen, die die Erwärmung auf 2 °C (>67 %) begrenzen, beinhalten schnelle und tiefgreifende sowie in den meisten Fällen sofortige Senkungen der Treibhausgasemissionen in allen Sektoren in diesem Jahrzehnt. Globale netto Null CO2-Emissionen werden bei diesen Pfadkategorien in den frühen 2050er Jahren beziehungsweise in den frühen 2070er Jahren erreicht. (hohes Vertrauen)

Überschreitung: Über ein Erwärmungsniveau hinausgehen und zurückkehren

B.7 Wenn die Erwärmung ein bestimmtes Niveau wie zum Beispiel 1,5 °C überschreitet, könnte sie schrittweise wieder gesenkt werden, indem netto negative CO2-Emissionen erreicht und aufrechterhalten werden. Dies würde im Vergleich zu Pfaden ohne Überschreitung einen zusätzlichen Einsatz von Kohlendioxidentnahme erfordern, was zu größeren Bedenken hinsichtlich Machbarkeit und Nachhaltigkeit führt. Eine Überschreitung bringt nachteilige Folgen mit sich, einige davon irreversibel, sowie zusätzliche Risiken für menschliche und natürliche Systeme, die alle mit Ausmaß und Dauer der Überschreitung ansteigen. (hohes Vertrauen)

→ Maßnahmen in naher Zukunft

Dringlichkeit zeitnaher integrierter Maßnahmen in Bezug auf den Klimawandel

C.1 Der Klimawandel ist eine Bedrohung für das menschliche Wohlergehen und die planetare Gesundheit (sehr hohes Vertrauen). Das Zeitfenster, in dem eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft für alle gesichert werden kann, schließt sich rapide (sehr hohes Vertrauen). Klimaresiliente Entwicklung integriert Anpassung und Minderung des Klimawandels, um nachhaltige Entwicklung für alle zu fördern, und wird durch verstärkte internationale Zusammenarbeit erleichtert, einschließlich eines verbesserten Zugangs zu angemessenen finanziellen Ressourcen, insbesondere für verwundbare Regionen, Sektoren und Gruppen, und durch inklusive politische Steuerung und Koordination sowie durch koordinierte Strategien (hohes Vertrauen). Die in diesem Jahrzehnt getroffenen Entscheidungen und durchgeführten Maß-
nahmen werden sich jetzt und für Tausende von Jahren auswirken (hohes Vertrauen).

Die Vorteile zeitnahen Handelns

C.2 Tiefgreifende, schnelle und anhaltende Minderungsmaßnahmen und eine beschleunigte Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen in diesem Jahrzehnt würden die projizierten Verluste und Schäden für Menschen und Ökosysteme verringern (sehr hohes Vertrauen) und viele positiven Nebeneffekte bringen, insbesondere für die Luftqualität und die Gesundheit (hohes Vertrauen). Verzögerte Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels und Anpassung daran würden eine Infrastruktur mit hohen Emissionen festschreiben, die Risiken von verlorenen Vermögenswerten und Kostensteigerungen erhöhen, die Machbarkeit verringern sowie Verluste und Schäden vergrößern (hohes Vertrauen). Zeitnahe Maßnahmen sind mit hohen Vorabinvestitionen und potenziell disruptiven Veränderungen verbunden, die durch eine Reihe von förderlichen Maßnahmen gemildert werden können (hohes Vertrauen).

Minderungs- und Anpassungsoptionen in allen Systemen

C.3 Schneller und weitreichender Wandel in allen Sektoren und Systemen ist notwendig, um tiefgreifende und anhaltende Emissionsreduktionen zu erreichen und eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft für alle zu sichern. Diese Systemübergänge erfordern den erheblichen Ausbau eines breiten Spektrums an Minderungs- und Anpassungsoptionen. Machbare, wirksame und kostengünstige Optionen zur Minderung des Klimawandels und zur Anpassung daran sind bereits verfügbar, wobei je nach System und Region Unterschiede bestehen. (hohes Vertrauen)

Synergien und Zielkonflikte mit nachhaltiger Entwicklung

C.4 Beschleunigte und gerechte Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels und zur Anpassung an seine Folgen sind entscheidend für die nachhaltige Entwicklung. Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen weisen mehr Synergien als Zielkonflikte mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung auf. Synergien und Zielkonflikte hängen vom Kontext und der Größenordnung der Umsetzung ab. (hohes Vertrauen)

Gerechtigkeit und Inklusion

C.5 Die Priorisierung von Gerechtigkeit/Fairness, Klimagerechtigkeit, sozialer Gerechtigkeit, Inklusion und gerechten Prozessen für den Wandel kann Anpassung und ehrgeizige Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels sowie klimaresiliente Entwicklung ermöglichen. Anpassungsergebnissee werden durch eine verstärkte Unterstützung von Regionen und Menschen mit der höchsten Verwundbarkeit gegenüber Klimagefahren verbessert. Die Integration von Klimaanpassung in soziale Schutzprogramme verbessert die Resilienz. Es stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, um emissionsintensiven Konsum zu reduzieren, auch durch Verhaltens- und Lebensstiländerungen, wobei es positive Nebeneffekte für das gesellschaftliche Wohlergehen gibt. (hohes Vertrauen)

Politische Steuerung und Strategien

C.6 Wirksame Klimamaßnahmen werden durch politische Entschlossenheit, gut abgestimmte politische Steuerung und Koordination auf allen Ebenen, institutionelle Rahmenbedingungen, Gesetze, Konzepte und Strategien sowie einen verbesserten Zugang zu Finanzen und Technologien ermöglicht. Klare Ziele, Koordination über vielfältige Politikbereiche hinweg und inklusive Governance-Prozesse erleichtern wirksame Klimamaßnahmen. Regulatorische und wirtschaftliche Instrumente können tiefgreifende Emissionsminderungen und Klimaresilienz unterstützen, wenn sie ausgeweitet und auf breiter Basis angewendet werden. Klimaresiliente Entwicklung profitiert von der Nutzung unterschiedlicher Wissensformen. (hohes Vertrauen)

Finanzierung, Technologie und internationale Zusammenarbeit

C.7 Finanzierung, Technologie und internationale Zusammenarbeit sind wichtige Faktoren für beschleunigte Klimamaßnahmen. Wenn die Klimaziele erreicht werden sollen, müsste die Finanzierung sowohl für Anpassung als auch für die Minderung des Klimawandels um ein Vielfaches steigen. Es ist ausreichend globales Kapital vorhanden, um die globalen Investitionslücken zu schließen, aber es gibt Hürden für die Umlenkung von Kapital in Klimamaßnahmen. Die Verbesserung technologischer Innovationssysteme ist eine Grundvoraussetzung für die Beschleunigung der weitverbreiteten Einführung von Technologien und Verfahren. Internationale Zusammenarbeit kann über vielfältige Kanäle verstärkt werden. (hohes Vertrauen)

Bitte beachten:
Die vorliegende Übersetzung der Hauptaussagen aus dem Synthesebericht zum Sechsten IPCC-Sachstandsbericht beruht auf der veröffentlichten Version vom 20. März 2023. Sie wurde in enger Absprache mit Fachleuten mit dem Ziel erstellt, die im Originaltext verwendete Sprache möglichst angemessen wiederzugeben.
Übersetzt wurden hier die Hauptaussagen (also der jeweils hervorgehobene Absatz am Anfang eines jeden Abschnitts) der Zusammenfassung für die politische Entscheidungsfindung (Summary for Policymakers, SPM) ohne Abbildungen. Die gesamte SPM beruht auf einem Ausführlichen Bericht und enthält Verweise auf dessen zugrundeliegende Kapitel, die aber zwecks besserer Lesbarkeit hier nicht enthalten sind.
Auf der Grundlage des wissenschaftlichen Verständnisses können die wichtigsten Erkenntnisse als Tatsachenaussagen formuliert oder mit einem Vertrauensniveau verbunden sein, das in der IPCC-Sprachregelung angegeben wird:
Jede Erkenntnis stützt sich auf eine Bewertung der zugrundeliegenden Belege und deren Übereinstimmung. Ein Vertrauensniveau wird unter Verwendung von fünf Abstufungen angegeben: sehr gering, gering, mittel, hoch und sehr hoch, und kursiv gesetzt, zum Beispiel mittleres Vertrauen. Folgende Begriffe wurden verwendet, um die bewertete Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses anzugeben: praktisch sicher 99–100 % Wahrscheinlichkeit,
sehr wahrscheinlich 90–100 %, wahrscheinlich 66–100 %, etwa ebenso wahrscheinlich wie nicht 33–66 %, unwahrscheinlich 0–33 %, sehr unwahrscheinlich 0–10 % und besonders unwahrscheinlich 0–1 %. Die bewertete Wahrscheinlichkeit wird kursiv gesetzt, zum Beispiel sehr wahrscheinlich. Gleiches gilt für den AR5 sowie die anderen AR6-Berichte.


Herausgeber und deutsche Übersetzung
Deutschland: Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle | DLR Projektträger |
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Luxemburg: Die Luxemburger Regierung |
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Österreich: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie,
Mobilität, Innovation und Technologie |
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Schweiz: SCNAT | ProClim |
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. | www.proclim.ch

 

Siehe auch:

https://taz.de/Neuer-Bericht-des-Weltklimarats-IPCC/!5920070/

https://open.spotify.com/show/5N0iudx56p1ol2SP8OFhnD

https://www.rnd.de/wissen/bericht-des-weltklimarats-deutliche-warnung-vor-schnellerer-erderwarmung-5aee8b51-5594-4599-8081-8aeeaa31f022.html

https://www.rnd.de/politik/15-grad-grenze-bald-uberschritten-guterres-warnt-vor-tickender-klima-zeitbombe-833df18e-073f-4d48-8f4c-c8a7f66c1e2a.html

https://unfccc.int/news

Zur Lage des Waldes in Deutschland:

 

Ergebnisse der Waldzustandserhebung Deutschland 2022

Quelle: https://www.bmel.de/DE/themen/wald/wald-in-deutschland/waldzustandserhebung.html

 

Zusammenfassung

Ein Drittel der Landesfläche Deutschlands (11,4 Millionen Hektar) ist mit Wald bedeckt. Die häufigsten Baumarten in Deutschland in den meistens gemischten Wäldern sind die Nadelbäume Fichte (25 %) und Kiefer (23 %), gefolgt von den Laubbäumen Buche (16 %) und Eiche (10 %) (Quelle: Kohlenstoffinventur 2017).

21 Prozent der untersuchten Bäume in unseren Wäldern sind ohne Kronenschaden.

Der belaubte Kronenzustand der Waldbäume gilt als wichtiger Weiser für ihre Vitalität. Der Kronenzustand der Waldbäume hat sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Nach wie vor ist eine hohe Kronenverlichtung bei allen Arten zu verzeichnen. Die mittlere Kronenverlichtung ist im Durchschnitt aller Baumarten von 26,7 % auf 25,9 % nur geringfügig gesunken. Der Anteil aller Bäume, die keine Kronenverlichtung aufweisen, liegt wie im Jahr 2021 bei 20,8 %.

Das Jahr 2022 war erneut zu trocken und zu warm. Auch die nassen Monate Februar und September konnten das Wasserdefizit des Sommers in unserem Wald nicht kompensieren.

Insgesamt befinden sich die Schäden weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und haben sich je nach Baumart im Vergleich zum Vorjahr gar nicht oder nur sehr geringfügig verändert, es haben sich keine deutlichen Verbesserungen des Waldzustandes eingestellt, aber auch keine deutliche Verschlechterung im Vergleich zu 2021. Im Jahr 2022 gab es einen neuen Höchststand bei der Ausscheiderate aus der Stichprobe (6,7%). Vor allem unsere älteren Bäume über 60 Jahre sind von Schaderscheinungen betroffen, doch auch bei den jüngeren Bäumen zeigt sich ein negativer Trend.

Alle Baumarten haben 2022 mehr Früchte, also Samen gebildet. Eine sehr starke Fruchtbildung blieb jedoch aus.

Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2022 im Einzelnen : https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/waldzustandserhebung-2022.pdf?__blob=publicationFile&v=4

→ Waldzustandsbericht 2023 - rnd - https://www.rnd.de/wissen/waldsterben-wo-sterben-besonders-viele-baeume-laender-im-ueberblick-BYXBWXRZE5H4HOZNHCHEPEKPYU.html

 

Die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung in NRW

Die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen nimmt bis 2050 geringfügig von derzeit 17,9 Millionen auf 17,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ab.

Es stellt sich die Frage, ob ein (massiver) Ausbau der Versorgung (Logistik) mit der entsprechenden Belastung für Naturflächen und Verkehrsinfrastruktur notwendig, sinnvoll bzw. kontraproduktiv ist.

Das geht aus der neuen Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamts IT.NRW hervor. Vor allem eine stabile Geburtenrate und die Zuwanderung aus dem Ausland sorgen dafür, dass die Einwohnerzahl auf einem hohen Niveau bleibt. Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung auf rund 15,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner im Jahr 2050 sinken. Gleichzeitig steigt der Anteil der Menschen über 67 Jahre im Vergleich zur Erwerbsbevölkerung von 30 Prozent auf rund 42 Prozent in 2050 weiter deutlich an.

Auch zukünftig wird es wachsende und schrumpfende Regionen geben:

    Zunahme in den allermeisten kreisfreien Städten: Insbesondere die Städte entlang der Rheinschiene und die Städte Münster und Aachen sowie die rheinischen Kreise profitieren vom Bevölkerungswachstum. Der Zuwanderungsdruck auf die großen Städte im Rheinland wird sich etwas gleichmäßiger auf die umliegenden Städte und Kreise verteilen.

Die Bevölkerungsvorausberechnung ist keine Prognose, sondern eine jahrgangsweise Fortschreibung der Ausgangsbevölkerung nach Alter und Geschlecht, indem Gestorbene und Fortgezogene vom Anfangsbestand abgezogen sowie Geburten und Zugezogene hinzugezählt werden.  Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Bevölkerungsvorausberechnung für einzelne Städte und Kreise finden Sie hier: https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/neue-bevoelkerungsvorausberechnung

Quelle: https://www.land.nrw/pressemitteilung/neue-bevoelkerungsvorausberechnung-fuer-nordrhein-westfalen-einwohnerzahl-bleibt#:~:text=Die%20Bev%C3%B6lkerung%20in%20Nordrhein%2DWestfalen,NRW%20hervor.

 

aus: Regionalverband Ruhr - SFM Ruhr 2020
Siedlungsflächenmonitoring Ruhr
Erhebung der Siedlungsflächenreserven
und Inanspruchnahmen

https://www.rvr.ruhr/fileadmin/user_upload/01_RVR_Home/02_Themen/Regionalplanung_Entwicklung/RUFIS/2020_Siedlungsflaechen_Monitoring_Ruhr_2020.pdf

 

 

 

WAS MENSCHEN GUT TUT

WAS MENSCHEN GUT TUT

 

Die menschliche Rasse ist seit etwa 23 Millionen Jahren auf dieser Erde, unsere jetzige Art (Homo) seit etwa 2,5 Millionen Jahren.

In dieser langen Zeit optimierte sich der Mensch in seiner natürlichen Umgebung auf die ihn umgebenden Lebensbedingungen.

 

Die Prozesse in den Zellen, die seinen Körper und seine Funktionen steuern, sind auf diese alten Lebensbedingungen eingerichtet, die Regelpläne für die Prozesse im Zellkern in der Erbsubstanz (Gene) abgespeichert und in seinem Unterbewußtsein hinterlegt.

Was in diesen 23 Millionen Jahren als schützend, beruhigend, wohltuend erfahren wurde, ist hier und so genauso abgespeichert, wie das, was gefährlich, beunruhigend und bedrohlich ist.

 

So ist eine natürliche, ruhige Umgebung mit bekannten Geräuschen von friedlichen Tieren und gesundem Klima und auch der natürliche Wechsel von Tag und Nacht für die Seele und den Körper gesundheitserhaltend und gesundheitsförderlich.

 

Eine im wahrsten Sinne ursprüngliche, natürliche Umgebung ist somit entscheidend dafür, ob der Mensch gesund und glücklich alt werden kann.

 

Das Abweichen von dieser wohltuend natürlichen Lebensumgebung verursacht Stress im Menschen, der ihn nicht nur seelisch (psychisch) sondern auch körperlich (physisch) wach macht und aktiviert, um diese störende Umgebung zu verlassen oder so zu ändern, daß sie nicht mehr störend ist.

 

Stress bzw. Kampf ist eine wichtige Fähigkeit des Menschen auf (lebens-) gefährliche Situationen reagieren zu können. Kurze Stressreaktionen der Seele und /oder des Körpers sind üblicherweise nicht mit bleibenden Schäden an Seele und/oder Körper verbunden.

Starker, häufiger und/oder andauernder Stress führt allerdings zu (bleibenden) Schäden:

 

Die Seele leidet, frühe und anhaltende Stresserlebnisse werden nicht nur bewußt erlebt, sondern auch unterbewußt gespeichert und beeinflussen in der Folgezeit das Erleben und Verhalten; der überwiegende Teil aller Krankschreibungen und Berufsunfähigkeiten hat in unserer heutigen Gesellschaft ganz oder überwiegend seelische Störungen als Ursache.

Im Körper führt die Kreislaufaktivierung zu Verschleiß an den Blutgefäßen, die enger werden und verstopfen. Das mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgende Gewebe stirbt dann ab und wird vom Körper so gut wie möglich repariert (Narbe). Wenn wichtige, zentrale Steuerorgane wie das Herz (Kreislauf) oder das Gehirn (Nervensystem) von der Durchblutungsstörung betroffen sind, kann das für den Körper lebensbeendend sein.

 

Kreislaufstörungen wie Herzinfarkt, Herzschwäche und Hirnschlag sind in unserer Gesellschaft die häufigste Todesursache!

 

Der (Dauer-) Kampf (Stress) führt auch im Kampf (Immun-) System des Körpers zu Störungen und Fehlern.

 

Weil das Immunsystem für die Selbsterkennung und das Managen des Fremden (Lebewesen wie Keime, Tiere, Pflanzen / Stoffe) zuständig ist, führen Störungen zu folgenden Erkrankungen:

> gestörte Auseinandersetzung mit anderen Menschen > alle Organe betroffen > seelische und körperliche (s.u.) Erkrankungen

> gestörte Auseinandersetzung mit Keimen > schlecht und schwer verlaufende Infektionen

> gestörte Auseinandersetzung mit Pflanzen und Tieren > Allergie wie Heuschnupfen, Asthma, Nahrungsmittelunverträglichkeiten

> gestörte Auseinandersetzung mit Stoffen > Allergie z.B. gegen Impfstoffe, Metalle (z.B. Modeschmuck), Duftstoffe

> gestörte Auseinandersetzung mit den eigenen Körperzellen > Rheuma (jedes Organ kann betroffen sein: z.B. Gelenke, Darm, Haut und Hautanhangsgebilde (z.B. Haare, Nägel), Augen, Schilddrüse)

» Sonderform – gestörte Auseinandersetzung mit veränderten (mutierten), eigenen Körperzellen > Krebs

 

Der Krebs ist die zweit-häufigste Todesursache in unserer Gesellschaft!

 

 

WAS MENSCHEN NICHT GUT TUT

 

Von welchen Lebensumgebungsbedingungen ist bekannt,

dass sie Stress auslösen und somit Ursache der oben genannten Erkrankungen sind?

 

> Unnatürliche, lebensfeindliche oder tote Umgebung

> Extremwetter (Hitze, Kälte, Sturm, Überflutung)

> Störung des Biorhythmus z.B. durch Lichtverschmutzung in der Nacht

> Gifte und Feinstaub in der Atemluft z.B. durch Reifenabrieb und Verbrennung von Kraftstoffen

> Lärm

> Bedrohlich wirkende Fahrzeuge (große, schnelle, laute wie z.B. LKW)

 

Die stressauslösenden Lebensumstände entstehen durch Naturflächenvernichtung und/oder werden durch sie verstärkt.

Eine großflächige nächtliche Lichtverschmutzung ist Folge der nächtlichen Beleuchtung von (Industrie-) anlagen.

Die Zunahme des Verkehrs führt zu Feinstaub-, Gift und Lärmverschmutzung an den genutzten Land- und Wasser Straßen.

    

 

 

 

 

Alle o.g. Einwirkungen führen zu einer Schwächung der übrig gebliebenen Natur (-flächen) und ihrer wohltuenden Schutzfunktion für die Menschen.

 

Angesichts des nicht mehr zu leugnenden, menschen-gemachten (!) Klimawandels mit zunehmenden Extremwetterereignissen und dem dramatischen Artensterben auch bei uns in NRW ist der Schutz, Erhalt und die Stärkung der verbliebenen Naturflächen von überlebenswichtiger Bedeutung für die jetzt lebenden Menschen und zukünftige Generationen

– nicht nur in fernen Ländern, sondern insbesondere auch dort, wo die Menschen geschützt werden sollen -

also HIER BEI UNS !

 

 

Verweise

→ Deutsches Ärzteblatt 13. März 2025 : Mehrheit der Deutschen könnte Auswirkungen des Klimawandels auf die eigene Gesundheit unterschätzen. https://www.aerzteblatt.de/news/mehrheit-der-deutschen-konnte-auswirkungen-des-klimawandels-auf-die-eigene-gesundheit-unterschatzen-5f8bab11-e8ee-4c65-b1a4-6aff43af6d6b

→ Stammesgeschichte des Menschen – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Stammesgeschichte_des_Menschen

Flächenverbrauch und - versiegelung

Licht & Schatten

Lärm

Verlust von Bäumen

→ Links zur Problematik der Klimakrise & des Artensterbens auf der  Startseite  der

©  Initiative Schutz des Lippemündungsraums        https://www.initiative-lippemuendungsraum.de/

 

→ Literatur zu den o.g. medizinischen Themen beim Verfasser

Dr. med. Georg Gallenkemper

Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Arbeitsmedizin und Facharzt für Dermatologie

Zusatzbezeichnung Allergologie, Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin und Zusatzbezeichnung Phlebologie

Ermächtigung Strahlenschutz LIA NRW

Bürger von Wesel - Lippedorf

Mitglied NABU Wesel und der Initiative Schutz des Lippemündungsraums

 

 

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